Frage:
"Ich dachte, daß ich im Glauben betete, aber ich habe bisher noch keine Veränderung meiner körperlichen Symptome, an denen ich schon einige Zeit leide, bemerkt bzw. erlebt. Was ist passiert ? Woran kann das liegen ?"
Antwort:
Du bist inmitten der Inbesitznahme des "Landes", das man Heilung nennt! Dies mag zum jetzigen Zeitpunkt etwas fremd für dich klingen, aber wenn du dich im Alten Testament an den Bericht Josua´s erinnerst, wirst du verstehen, warum ich dies zu dir sage. Du siehst darin, dass Josua in genau den gleichen Situationen war wie du und ich es heute sind. Der Herr hatte ihm schon gesagt, dass das verheißene Land bereits ihn und seinem Volk zugesprochen worden ist. Aber sie mussten noch hineingehen und es in Besitz nehmen. In Jos.1,3 zeichnete der Herr folgenden Weg:
"Jeder Ort, auf den eure Fußsohle treten wird - euch habe ich ihn gegeben..."
Josua und das Volk Israel sollten ihre Füße auf das setzen, was ihnen bereits gehörte, wenn sie sich den Segnungen Gottes weiterhin erfreuen wollten. Dieselbe Geschichte läuft heute mit der Heilung ab (und mit den anderen Segnungen Gottes).
Wenn du ein wiedergeborener Christ bist, dann gehört dir das Ganze bereits (=die Segnungen Gottes). Jes.53,4-5 sagt es ganz klar:
"Ganz gewiss hat ER unseren Kummer (Krankheit, Schwäche, Not, Trübsal) geduldet und unseren Kummer und Schmerz getragen... ER wurde verwundet wegen unserer Übertretungen, Er wurde zerschlagen für unsere Schuld und Böswilligkeit; die Züchtigung (=Strafe, die man trägt, um das Ziel zu erreichen), der Friede und das Wohlergehen für uns war auf IHM, und mit Seinen Wundmalen (die Ihm zugefügt wurden) sind wir geheilt und vollständig wiederhergestellt worden." (Erweiterter Text nach der Amplified Bibel).
Soweit es Gott betrifft ist Heilung schon immer Dein!! Jesus hat dafür schon den Preis bezahlt. Damit Du sie empfängst, musst Du allerdings Deinen Fuß darauf setzen. Du musst hineingehen und das Dir verheißene Land in Besitz nehmen! Das ist nicht immer einfach. Und es war gewiss auch für Josua genauso wenig einfach. Damit er es tun konnte, sagte ihm Gott, dass er "nur recht stark und mutig" sein sollte (Jos.1,7). Sie mussten sich deshalb selbst bewaffnen und dann vor ihren Feinden hinaufziehen. Sie mussten ihren Fuß auf dieses Land setzen. Es verlangt geistige Stärke, Motivation und Courage, um das Land "Heilung" in Besitz zu nehmen. Warum?
Weil das Sichtbarwerden der Heilung, ihre körperliche Manifestierung, oft nicht sofort zu erkennen ist. Wir möchten es immer sofort - und viele Male geschieht es auch schnell - aber es kann auch oft länger dauern.
Wenn Du darüber nachdenkst, dann ist das nachvollziehbar und logisch. Immer wieder tut die Krankheit ihr zerstörerisches Werk allmählich. Sie ist nicht sofort in einem Moment sichtbar – und tötet Dich im nächsten Moment. So ist es auch nicht überraschend, dass der sichtbare Heilungsprozess oft genauso schrittweise verläuft.
Ich erinnere mich gehört zu haben von einer Frau in der Bibelschule, die an einem Heilungsseminar dieser Bibelschule teilnahm. Sie war schon dabei, an einem Krebsleiden zu sterben und sie war so schwach, dass ihr Ehemann sie zu den Veranstaltungen bringen musste. Sie ging zu diesem Heilungsseminar ein oder zwei Wochen, hörte genau auf das Wort, und bevor sie das Seminar beendete, setzte genau diese kranke Frau ihren Fuß auf das Land "Heilung". Sie betete das Gebet des Glaubens und glaubte fest daran, dass sie ihre Heilung erhalten hat!
Aber weißt du, was dann geschah?
Der Tag, an dem sie nach Hause ging, erschien ihr von ihrer Krankheit her genauso schlimm, wie der Tag, an dem sie begonnen hatte mit dem Heilungsseminar. Körperlich gesehen, konntest du keinen Unterschied bei ihr feststellen. Aber sie fuhr fort, das Wort Gottes in ihr Herz hineinzulassen. Sie stärkte weiterhin ihren Glauben am Wort und dankte dem Herrn für ihre Heilung.
Am zehnten Tag, nachdem sie vom Heilungsseminar nach Hause gekommen war, verließ jede körperliche Beschwerde ihren Körper und sie war total gesund! Ich bin mir ganz sicher, dass sie genügend Möglichkeiten in den neun Tagen ihrer Krankheit gehabt hätte, wo Schmerz und Schwäche sie beständig erinnerten, ihre Heilung fallen zu lassen. Aber gepriesen sei der Herr, sie tat es nicht! Sie stand stark im Herrn und nahm das Land in Besitz! Das ist genau das, was Du auch jetzt tun solltest! Finde das Wort heraus, nimm es und sage:
"Die Heilung gehört mir. Ich werde es dem Teufel nicht erlauben, diese von mir wegzunehmen. Niemand kann mir erzählen, dass Heilung nicht mir gehört. Sie gehört mir!! Heute, an diesem Tag, empfange ich meine Heilung!"
Wenn Du einmal dies laut bekannt hast, dann bemühe Dich darum, niemals das Gegenteil davon auszusprechen. Lass Dich bitte nicht von deinen körperlichen Beschwerden oder durch Zeitdruck oder durch irgendetwas Anderes beeinflussen (=d. h. schau nicht auf Deine Beschwerden, sondern schau auf Jesus! - Anm. d. Übers.). Denn Jesus steht Dir immer bei. Vervollständige immer weiter die Einnahme von Gottes Medizin - das ist Sein Wort - jeden neuen Tag und es wird Dir kontinuierlich besser gehen.
Wenn dann der Teufel nächste Woche wiederkommen will und Dir versucht einzureden, dass Du nicht auf den Weg Deiner Heilung bist, dann lache über ihn und sage: "Zu spät, Teufel! Ich habe bereits meine Heilung erhalten. Ich habe meine Heilung schon letzte Woche erhalten. Ich setze meinen Fuß auf den Heilungsboden und diese Heilung gehört mir. Die Heilungssalbung meines Herrn Jesus arbeitet in mir, die direkt heilend und helfend auf meinem Körper einwirkt. Ich bin derjenige/diejenige, der/die geheilt wurde! Amen!"
Ich weiß, Du möchtest am liebsten Deine Heilung heute schon sehen. Aber wenn es nicht geschieht, dann sei auf keinen Fall bekümmert oder enttäuscht. Lass nicht zu, dass Deine Hoffnung auf Heilung abnimmt; widerstehe dem! Fahre stattdessen fort, das Dir von Jesus verheißene Land Deiner Heilung, Dein Erbe in Christus, in Besitz zu nehmen. Und Du wirst sehen, dass Deine Heilung kommen wird. Ganz sicher !
Lass Dein Glaubenslicht hell erstrahlen!
BVOV
- BVOV - November 2000 von Gloria Copeland - Alle Rechte - Übersetzung: Dr. med. Mathias Kropf -
|